Alters - und Pflegeheim Beatenberg-Habkern
Isis Bianzano
Alters - und Pflegeheim Beatenberg-Habkern

BUCHTIPP

Juni 2016

Die sieben Schwestern
von Lucinda Riley

Rio de Janeiro wird bald in aller Munde sein wegen der Sommer Olympiade 2016.

Auch kennt man die übergrosse Christusstatue, die ihre Hände segnend über die Stadt hält.Was für eine Bewandtnis es mit dieser Statue hat, wie sie entstanden und nach Rio gebracht wurde, wissen die wenigsten. In ihrem Roman flicht die Autorin geschickt die faszinierende Geschichte dieser Christusstatue in die Handlung ein.

Maia ist die älteste von sieben Schwestern. Sie alle wurden als Kleinkinder von ihrem Vater adoptiert,

Keine der Töchter kennt ihre Herkunft. Wie nun der über alles geliebte Vater unverhofft stirbt, hinterlässt er seinen Töchtern einen Hinweis auf ihre Vergangenheit.

Maias Weg führt nach Rio de Janeiro. Dort taucht sie in eine ihr unbekannte faszinierende Vergangenheit ein…und sie findet tatsächlich zu ihren Wurzeln.

Ein Buch, das einem beim Lesen die Welt rundum vergessen lässt.

Edith Müller,
Stiftungsrat Bibliothek Medithek

 



ARCHIV

 

Mai 2016

Die Walserin
von Therese Bichsel

Spätmittelalter im Lötschental. Für die kinderreichen Familien wird der Boden immer knapper. Nun werden auch die Schattseiten und die von Lawinen gefährdeten Hänge bebaut. Das junge Paar Barbara und Conrad erlebt die Gefahr hautnah und beschliesst, auszuwandern. Sie und andere Siedler aus dem Wallis gründen Mürren, Gimmelwald und Ammerten. Und wieder ist dort kein Auskommen mehr. Einige migrieren in den Kaukasus und arbeiten sich dort über Generationen hoch. Sie besitzen Höfe mit hunderten von Kühen und haben eigene Käsereien aufgebaut. Da schlägt die russische Revolution die Immigranten in die Flucht. Sie kommen geschockt und arm in ihre inzwischen fremd gewordene Heimat zurück. In Trub, wo sie in einem schmutzigen Hühnerstall angesiedelt werden sollen, sprechen sie untereinander russisch.

Wird ein Neubeginn in Kanada gelingen?
Wie haben diese Leute gelebt und gearbeitet? Waren sie glücklich? Waren sie frei? Therese Bichsel schildert es uns aus der Sicht von Frauen. Frauen waren es auch, die lange Briefe aus Georgien an die im Kanton Bern gebliebenen Verwandten geschrieben haben, Dokumente, die die Autorin aus Unterseen in diesem Roman verarbeitet hat. In der Zeitspanne von 1300 bis 1929 verzweigt sich die Nachkommenschaft der ehemaligen Auswanderer aus dem Lötschental üppig und es gelingt wohl den wenigsten Lesenden, den Überblick zu behalten. Macht nichts. Die geschilderte Entwicklung, wie sie hier ganz in der Nähe stattfand und doch so weit weg von unserem heutigen Vorstellungsvermögen ist, bleibt spannend. Die Erzählung wirft ein neues Licht auf die Vergangenheit unserer Bergdörfer und ihrer Auswanderer und Auswanderinnen.

Maja Beutler


März 2016

Couchsurfing im Iran
von Stephan Orth

Ende Januar war der Journalist Stephan Orth aus Hamburg in Beatenberg zu Besuch. Er arbeitet für Spiegelonlineundhatanlässlich seines Besuches einen Artikel über Thomas Ulrich„Wo geht’s denn hier zum Nordpol?“ verfasst (nachzulesen auf spiegel.de). Bei seinem Besuch wollte er auch Genaueres wissen über „Beatenberg – das längste Dorf Europas“. Auch dazu erscheint ein Artikel, allerdings erst in 2–3 Wochen.

Meine Reise hinter verschlossene Türen.
Was ist Couchsurfing? Interessierte Reisende suchen (per Internet) kostenlose Unterkunft, um so in direkten Kontakt zur lokalen Bevölkerung zu kommen. Beim Lesen erfährt man so einiges über „die kleinen Freiheiten und die grossen Sehnsüchte der Iraner“. Es zeigt sich, dass auch und gerade in einem autoritär regierten Land ganz normale Menschen leben, die sich mit ganz alltäglichen Problemen herumschlagen und die trotz allem – oder gerade deswegen - Reisende mit grosser Herzlichkeit und Gastfreundschaft begrüssen und aufnehmen.

Verena Moser Stiftungsrat BM